
Februar 2003, Peiss
Anfang Februar
2003 war hoher Besuch im ASD Dojo in Peiss angesagt:
Sensei Massimo Curti aus Neapel, Italien. Schon im Oktober 2001 stellte er den
ASD Kampfsportlern zum ersten Mal seinen eigenen traditionell geprägten Ju Jitsu
Stil vor: Das Sankaku Ryu Ju Jitsu.
Sensei Curti betreibt seit seinem 14. Lebensjahr Kampfsport. Er trainierte
zunächst Judo bei dem legendären Trainer Eugen Rahn und kam über das Karate zum
Ju Jitsu. Am 5.Dezember 1993 stellte er das Sankaku Ryu Ju Jitsu zum ersten Mal
offiziell vor und ist seitdem bedacht seinen Stil in ganz Europa zu verbreiten.
Dieses Mal bot er den ersten Teil einer 3 stufigen Ausbildung an. Der Lehrgang dauerte 2 Tage. Ziel ist es nach 3 Lehrgängen unter anderem die so genannten 27 Shiki samt den dazugehörigen Katas zu beherrschen. Weiterhin stehen natürlich Fallschule und Griffbefreiungstechniken an.
Jede Shiki ist eine abgeschlossene Kombinationstechnik. Zu jeder Shiki gibt es eine Kata die sich sehr stark am Bewegungsablauf der Technik orientiert. Die Katas sind wesentlich kürzer als beim Shotokan Karate und durch die enge Verwandtschaft zur Technik auch leichter zu lernen und behalten.
Weiterhin gibt es neben den Shiki-Katas 3 Basis Katas die erlernt werden müssen: Eine Stellungskata (Dachi No Kata), eine Blockkata (Uke No Kata) und eine Angriffskata (Uchi No Kata)
Der traditionelle Charakter ist insgesamt deutlich spürbar. Japanische Kommandos und Fachausdrücke zu verstehen wird vorausgesetzt. Ebenso die Beherrschung von Grundstellungen und Basistechniken aus dem Karate, jedoch nicht so tiefe Stellungen wie beim Shotokan.
Nachstehend ein Beispiel für ein Shiki in Bildern:

1. 2.

3. 4.

5. 7.

8. 9.
Das Shiki-Training ist ein partnerschaftliches Dojo Training und kein Freikampf!
2.-4. Mai 2003, Cerreto di Spoleto, Italien
Nach dem ersten Lehrgang in heimatlichen Gefilden war nun ein Trip nach Umbrien, Italien zum Teil 2 unseres Shikki Lehrganges angesagt. Nach 10 Stunden Fahrt erreichten wir am Freitag eine wirklich ungewöhnliche Trainingsstätte. Ein kleines Bergdorf mit einem Hotel welches über einen Konferenzraum und einer Terrasse mit herrlichem Ausblick verfügte. Beides wurde kurzerhand umgestaltet, so dass wir ein Freiluft Dojo und einen mit kitschigen Bildern geschmückten Innenraum als Trainingsplatz zur Verfügung hatten
Blick von der Terrasse

Freiluft Dojo Im "Konferenzraum"
Ein Programm wie die 3 Tage ablaufen sollten hatten wir nicht zugesandt bekommen. Eins wurde uns jedoch schnell klar: wir waren nicht in Deutschland wo alles auf die letzte Minute durchorganisiert ist.
Ca. 100 Leute waren aus allen Teilen Italiens angereist. Unsere Truppe bestand aus 11 Leuten samt Sigi aus Hamburg.
Am nächsten Tag ging´s dann mit einer 1/2 Stunde Verspätung los. Atemübungen und Meditation auf der Terrasse als Starter, danach Basiskatas üben. Im Anschluss daran konnte man sich entweder für Stockkampf im Freien oder für Kombinationstechniken im "Konferenzsaal" entscheiden.

Trainingspause von 14:00h bis 16:00h - es dauert ja schließlich bis das 4-Gänge Menu verspeist ist!!! Dann Fortsetzung bis 19:00h. Um 21:00h wieder 4 Gänge Menu!! Hungern musste man echt nicht.
Der Sonntag bestand aus Prüfungen, Gürtelverleihungen und dem obligatorischen Essen. Von unserem Team gab es noch eine ASD Vorführung für die Italiener.
Um 15:30 ging es zurück nach Germany, nicht ohne ein Erinnerungsfoto an einen wirklich außergewöhnlichen Lehrgang.
