Motorradfahren erlebte in den 70er Jahren eine Renaissance. Davor wurde das Motorrad oft als das Fortbewegungsmittel des kleinen Mannes angesehen. Nun tauchten plötzlich aus Japan schnelle, optisch gestylte Maschinen auf, denen der deutsche Markt nur wenig entgegensetzen konnte. Die wenigen Gummi-Kuh (BMW) Fahrer blickten zwar verächtlich auf die neuen Flitzer aber die Japaner ließen sich dadurch nicht stoppen.
Wen
wundert´s, dass viele Jugendliche über 18 Jahre ihr Erspartes
zunächst lieber in eine "Maschine" investierten als in ein Auto. Letzteres
konnte man sich zur Not schließlich auch von Paps ausliehen!!
So
hatte im Freundeskreis bald der erste seine Yamaha 125er, der nächste
eine 250er Suzuki. Die Anzahl der Maschinen vergrößerte sich
mit jedem 18. Geburtstag eines Freundes in meiner Ortschaft.
Durch
die immer häufigeren Ausritte am Wochenende kam bald die Idee auf
einen Motorrad-Club zu gründen. Einen Treffpunkt zum Schrauben und
für "Benzin-Gespräche" gab es bereits: Der Fleck´sche Bauernhof
in Dürrnhaar. Hier war genug Platz für die ca. 15 Motorräder
und deren Fahrer und Beifahrer(innen).
Nun
mussten noch Club Jacken her!
1975
Man
nehme eine Jeansjacke schneide die Ärmel ab und stülpe diese
über eine Original Erdmann Lederjacke.
Jetzt
fehlt nur noch das Abzeichen und die vielen kleinen Details die zur Individualisierung
einer Club-Jacke gehören.
1975
wurden die ersten beiden Abzeichen auf die Jeansjacken genäht. Vorlage
war die LP "Flight of the Phoenix" der Musikgruppe "Grand Funk Railroad".
Wochenend-Ausritt
...beim
Fleck.
1975-1985
Die
folgenden Jahre waren geprägt von "immer größer" und "immer
weiter". Jedes Gefährt hatte schon 1980 die 500ccm, einige sogar die
1000er Marke überschritten. Die Urlaubsfahrten nach Frankreich oder
Spanien waren harmlos im Vergleich zu den Iran- oder Sahara-Trips einiger
ganz besessener Mitglieder. "Hamster" fuhr sogar bis Pakistan!!
Ab
1985 reduzierte sich die Anzahl der Maschinen und Mitglieder langsam wieder.
Viele, so wie ich, sahen sich gezwungen das Motorrad gegen eine Kinderwagen
einzutauschen.
Die
Jacken verschwinden in Keller und Speicher und werden bestenfalls zur "Rocknacht
in Dürrnhaar" wieder mal mit nostalgischen Gefühlen angezogen.
Spalier vor der
Kirche bei der Heirat eines Mitgliedes.
1995
Es
tauchen wieder Jacken mit unserem Abzeichen auf, jedoch nicht in München
und Umgebung sondern im tiefen Schwarzwald in der Nähe der Schweizer
Grenze. Dort gibt es mittlerweile die
"Royal
Riders Wellendingen". Über eine alte Bundeswehr-Freundschaft von Franz
Fleck hatten wir seit langem Kontakt dorthin. 1x pro Jahr kommen die Jungs
die fast 400km extra zur Rocknacht nach Dürrnhaar!
2002
Einige
wenige der früheren "Gang" fahren heute noch - oder schon wieder!
Und es gibt immer noch einen eisernen Sahara-Durchquerer!!!!
Weitere
Fotos.......
.....sorry für
die Qualität!! Das Motto lautete: Lieber neue Cowboystiefel als eine
neue Kamera!!
meine Honda CB
500 Four
In den französischen
Alpen
Am Col du Galibier
(2556m)