..............oder irgendwann gibt´ s
auch mal ne Pleite!
Eine dunkle Vorahnung hatte ich
ja schon, oder waren es nur die Medien, die mich negativ beeinflusst hatten?
Tatsache ist: Auf der "Urlaubs-Hitliste"
ist diese Insel bei mir ungeschlagen am vorletzten Platz. (letzter Platz
ist Bibione 1990)
Hauptgrund: Die missglückte
Anlage, in der wir untergebracht waren, die Übervölkerung mit
Touristen und all die netten Sachen, die damit in Zusammenhang stehen.
Sicherlich war die Reisezeit die
denkbar Schlechteste, die man wählen kann: Mitte August. Aber was
bleibt einem sonst mit 2 schulpflichtigen Kids. Und - egal wo wir auch
vorher waren so einen touristischen Ameisenhaufen haben wir selten gesehen.
Die "Anlage"
Unser "Basislager" war in Cala
Ratjada, der Rochenbucht im Nordosten der Insel. Die Anlage Parque Nereida
liegt an einem Felsstrand der Cala Lliteras. Eine Tauchbasis mit Cafè
ist in unmittelbarer Nähe. Zum Schnorcheln ist diese "Taucherbucht"
optimal. Es gibt einen Artenreichtum wie man ihn im Mittelmeer, so nahe
an der Küste, nur selten sieht.
Liegeflächen stehen in Form
von kleinen betonierten Flächen zur Verfügung. Außerdem
gibt es einen Mini-Sandstreifen für maximal 6-8 Personen. Für
eine kurze Abkühlung mit anschließendem Café ist das
durchaus o.k.
Taucherbucht
Die Anlage selbst ist in der Form
eines schmalen Hufeisens um 3 Planschbecken angelegt. Vom Balkon aus hat
man einen "herrlichen" Ausblick auf mindestens weitere 30 Balkone und Terrassen
in unmittelbarer Nähe. So weiß man immer was die anderen Touris
gerade so treiben.....
Das in der Anlage befindliche Restaurant
haben wir, Gott sei Dank, nicht in Form einer Halbpension ertragen müssen.
Es blieb bei einem einmaligen Erlebnis, welches von uns vorzeitig abgebrochen
wurde. Dem Personal scheint der Beruf einfach keinen Spaß zu machen.
Pluspunkte:
- ein Fitnessraum mit mehr als
nur einem Tretrad und einer Sprossenwand
- große, annehmbar eingerichtete
Zimmer mit Klimaanlage
Cala Ratjada
Die Stadt besteht im Wesentlichen
aus Autovermiet-Stellen, Restaurants und Läden mit Kram. Eine echte
Altstadt gibt es, bis auf die Umgebung des alten Hafens, nicht. Gutes Restaurant:
"Manolo".
In vielen Lokalen gibt es abends
so schöne Dinge wie eine "Wolfgang Petry Party "(würrrg!)
Strände
Den Stadtstrand Son Moll kann man
getrost links liegen lassen.
Von den Stränden in der unmittelbarer
Nähe ist die Cala Agulla "der" Sandstrand, gerade dadurch
aber völlig überlaufen. Direkt hinter einer Felsnase der Cala
Gulla liegt die Cala Molto, allerdings ohne Sand.
Wer den halbstündigen, durchaus
reizvollen Weg über die Berge nicht scheut, kommt an die Cala Mesquida.
Hier ist es etwas ruhiger.
Weiter nördlich liegt ein
weiterer abgelegener Sandstrand, die Cala Torta Der Weg dorthin
ist ein Erlebnis für Schlaglochfans und zieht sich aufgrund des geringen
Tempos mit dem man vorankommt wie Gummi. Macht aber trotzdem Spaß.
Die unmittelbar an der Anlage gelegenen
Felsbuchten zeigen sich bei stürmischer See sehr reizvoll.
|
|
|
| Cala Agulla | Cala Mesquida |
Cala Lliteras
Trips in die Umgebung
Cuevas de Drach (Drachenhöhlen):
Es
gibt stündliche Führungen in "kleinen" Gruppen von ca. 200-300
Personen. (Vielleicht waren es auch 500?). Fotografieren ist strengstens
verboten. So haben wenigstens die zahlreichen Höhlenwärter eine
Beschäftigung die Touris immer wieder zu ermahnen.
Die Höhlen sind sehr beeindruckend
aber es ist aufgrund der Massen kaum möglich länger stehen zu
bleiben; man fließt automatisch mit dem Menschenbrei weiter durch
die gut beleuchteten Höhlengänge.
Als "Höhepunkt" der Führung
gibt es eine kitschige Gondolierefahrt mit Playbackmusik zu sehen. Es lebe
der Schwachsinn!!!
Cuevas de Arta: Von Cala Ratjada ca. 20 min. entfernt (PKW), gelangt man in eine imposante Höhle, die einen deutlich geringeren Zulauf als die Drachenhöhle hat. Nach der Besichtigung geht man an den Strand von Canyamel.
Blick von den Cuevas de Arta auf den
Strand von Canyamel
Palma:
Die Inselhauptstadt sollte man sich nicht entgehen lassen. In der Altstadt
gibt es neben der Kathedrale so richtig schöne Hinterhöfe zu
bestaunen. Überrascht haben uns teilweise Wohngegenden, die eher an
Slums erinnern.
Kap Formentor oder ....1 km Stau
am Leuchtturm! Auch an diesem wirklich
einmaligen Ort wurde einem durch einen Massenansturm von Touris das
Erleben der grandiosen Landschaft verleidet.
Die weitere Fahrt vom Aussichtspunkt
zum Leuchtturm war ausschlaggebend für unseren Entschluss keine weiteren
Fahrten mehr auf der Insel zu unternehmen. Die schmale Straße zum
Leuchtturm und der vorhandene Parkplatz reichen bei weitem nicht für
die Massen aus. So kam es zu einem längeren Stau und es ging in dem
Tempo voran wie oben einer der vielleicht 20 Parkplätze frei wurde.
Cap Formentor
Résumé: Landschaftlich
ist die Insel wirklich sehenswert. Es stellt sich nur die Frage, ob es
überhaupt eine Jahreszeit gibt, in der man sowohl Spaß am Meer
hat, als auch Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten im Landesinneren
nicht zur Tortur werden.